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Astrid Seehaus: Tod im Eichsfeld (Rezension)

Astrid Seehaus: Tod im Eichsfeld (Rezension) 4

Tod im Eichfeld hat eigentlich alles, was ein guter Krimi braucht. Einen Mord,  viele potentielle Täter und einige dunkle Geheimnisse.

Die Geschichte spielt  in Thüringen. Kommissar Rothe hat sich dorthin versetzen lassen, um den Tod seiner Frau verarbeiten zu können und seiner im Rollstuhl sitzenden Tochter ein neues Leben zu ermöglichen. Damit, dass bereits direkt nach Dienstantritt ein Mord in einem beschaulichen Dorf geschieht, hat er allerdings nicht gerechnet. Der reiche Bauer Gregor wird während eines Sturms ermordet und mehr als ein Dorfbewohner hatte allen Grund Gregor zu töten. Dann taucht auch noch ein Neffe des Bauern aus Amerika auf. Kommissar Rothe beginnt zu ermitteln.

Auch wenn ich nicht aus Thüringen komme und auch um ehrlich zu sein noch nie in der Gegend rund um die thüringensche / niedersächsische Grenze gewesen bin, schafft es die Autorin die Situation absolut realitätsnah erscheinen zu lassen. Die einzelnen Figuren haben Charakter, ihre individuellen Stärken und Schwächen und passen wunderbar in dieses kleine Dorf. Kommissar Rothe ist hingegen eher mit positiven Charakterzügen ausgestattet. Ein liebender Vater, der sich rührend um seine behinderte Tochter kümmert, Jahre nach dem Tod seiner Frau immer noch alleinstehend ist und sich nicht von seinen mobbenden Kollegen einwickeln lässt. Vielleicht sind der Kommissar und auch seine Tochter nicht ganz so realistisch, aber eben diese Figuren machen den Krimi zu dem was er ist.

Ein spannender Regionalkrimi, bei dem man sich bis zum Ende fragt, wer der Täter ist. Zu viele Anwohner und Besucher haben ein Motiv der Bauern zu töten. Ein Krimi, der auf allzu viel Brutalität verzichtet und ein interessantes Bild einer Dorfkultur mit all ihren Geheimnissen wiedergibt. Ein sympathischer Kommissar und sein etwas chaotischer Alltag lassen den Humor nicht zu kurz kommen.

Ich habe Tod im Eichfeld in die Hand genommen und an einem einzigen Nachmittag durchgelesen. Das Buch hat eindeutig nicht umsonst den Thüringer Krimipreis 2012 gewonnen.

WERBUNG: Tod im EichsfeldAstrid Seehaus: Tod im Eichsfeld (Rezension) 5 ist im Sutton Krimi Verlag erschienen und umfasst 203 Seiten.


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