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Es wird genäht – Kleiner Bericht zu den Nähworkshops mit Flüchtlingen — 22 Kommentare

  1. Danke für deinen Bericht und dein Engagement für dein Projekt als Teil unseres großen Projektes: unser Land, unsere Zukunft gemeinsam mit unseren (potentiellen) Einwanderern zu gestalten. Ohne sie würde es schwer – gegen sie unmöglich! Du packst den Intergrations-„Ochsen“ bei den dir naheliegenden, gestalterischen „Hörnern“ und lenkst ihn damit charmant in die erste Kultur-Erfahrung-Tour. Und ich freue mich, dass du diese so offen gestaltest. Weiterhin viel Kraft und Elan bei deinem Herzensprojekt. Es grüßt Anja

    • Vielen Dank liebe Anja, mir machen die Workshops, wie sich wohl erahnen lässt, viel Spaß und ich denke, dass wir damit den Jungs auch eine Freude bereiten und ihnen gleichzeitig ein wenig auf dem steigen Weg der Integration weiterhelfen können.

      Liebe Grüße,

      Julia

    • Liebe Claudia,

      am Anfang hatten wir ausschließlich Frauen und Mädchen, wie du zum Beispiel an diesen glitzernden Objekten erkennen kannst: http://funkelfaden.de/index.php/diy-handytaschen-aus-filz-ein-paar-gedanken/
      Allerdings sind die Mädchen jetzt alle in der Schule und dort stark eingebunden. Nach dem Unterricht sind sie dann meist müde, was ich bei so vielen neuen Eindrücken auch gut verstehen kann. Viele erwachsene Flüchtlinge sind um diese Uhrzeit auch meist in Sprachkursen, weshalb wir zur Zeit auch keine Frauen dabei haben. Allerdings sind immer mal wieder zwei syrische Frauen da, die das Team verstärken. Ein Mädchen, mit dem ich auch nebenbei ab und zu etwas unternehme, kommt allerdings regelmäßig alleine zu den Nähworkshops. Sie ist auf den Bildern nicht zu sehen, weil sie meist andere Projekte verfolgt, zum Beispiel einen Rock näht und sich dann gerne auch in den vorderen Raum setzt. Zum Nähen ist sie aber dann auch mitten unter den Jungen und weiß sich absolut zu behaupten. Generell sind in dem Heim, aus dem wir die Jungs abholen nur männliche unbegleitete Flüchtlinge. Ich vermute, es wird auch einfach nicht so viele unbegleitete, minderjährige Mädchen geben, die ohne ihre Familie unterwegs sind. Ich bin so schon erstaunt, wie viele junge Frauen alleine unterwegs sind, aber bei den minderjährigen wird vermutlich doch die Anzahl der Jungen stark überwiegen. Die Situation dieser Jungs ist besonders schwierig, da sie hier niemanden haben, weder Eltern, noch sonst irgendjemand, weshalb ich es sehr schön finde, dass wir uns ihnen wenigstens für ein paar Stunden annehmen können.

      Liebe Grüße,

      Julia

        • Das hoffe ich auch. Die Sprache zu erlernen ist unglaublich wichtig. So wie ich das verstanden habe, ist das Heim dort ist ein wenig eine Übergangssituation und die Jungs sind bis Anfang März dort, aber ich werde mich auf jeden Fall noch einmal genauer informieren.

          Liebe Grüße,

          Julia

        • Liebe Claudia,

          ich habe neue Informationen. Bisher hatten die Jungs, so wie ich es verstanden habe, je nur 1,5 bis 2 Stunden Sprachunterricht pro Tag von Ehrenamtlichen. Inzwischen wurden zwei von ihnen (von insgesamt über 70) eingeschult und haben nun von 10 bis 16 Uhr Unterricht. Mit einem davon stehe ich in Kontakt und es ist unglaublich, was eine einzige Woche Sprachunterricht und der Wunsch des Jungen, Deutsch zu lernen, bringen kann. Bestand unsere Kommunikation (per Whatsapp) vor einer Woche komplett aus Guten Morgen, Danke, gut und Gute Nacht, sind es jetzt richtige Sätze und Fragen, die auch beantwortet werden können. Selbst übers Handy merkt man, wie glücklich der Junge darüber ist und wie sehr ihn die Möglichkeit motiviert, seine neu erworbenen Sprachkenntnisse direkt anzuwenden. Dementsprechend hoffe ich, dass bald noch mehr von ihnen einen Platz in einer Welcome Klasse erhalten.

          Liebe Grüße,

          Julia

          • Liebe Julia, danke für die weiteren Informationen. Hoffentlich werden es bald mehr als zwei von 70 sein! Die Sprache des Landes, in dem man lebt, sollte man unbedingt lernen (können.
            Liebe Grüße
            Claudia

    • Danke für deinen Kommentar liebe Sonja. Der Workshop bereitet uns allen viel Freude und die positive Energie der Jungs gibt einem so viel zurück 🙂

      Liebe Grüße,

      Julia

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