Kommentare

Em-Abseits Spieltag 4 – Fußball und Kinder — 14 Kommentare

  1. Das ist immer ein schwieriges Thema. Vor allem, die meisten Kids werden ja in Internaten gefördert.
    Jetzt ist es bei uns so, dass unser Kleiner auch ein Internat besucht. Dieses ist zwar auch nur 35 km entfernt (und keine Hunderte von Kilometer). Trotzdem ist er komplett aus der Welt. In seinem Internat sind auch Kinder drin, die mehrere Hundert Kilometer auf sich nehmen müssen und da ist kein Unterschied zu unserem sichtbar.

    Ach ja, auch ein Spezialinternat, nur leider nicht so etwas schönes wie ein Sportinternat.

    LG Mella

    • Ich wollte mich auch nicht prinzipiell gegen Internate aussprechen. Sicherlich bieten die meisten eine kompetente und hochwertige Schulausbildung. Viele Kinder gehen ja auch voller Freude auf ein Internat und wer Hanni und Nanni, TKKG oder Harry Potter gelesen hat, hat bestimmt als Kind auch selbst von einem Internat geträumt.
      Viel fraglicher ist für mich, ob die Kinder hier nicht immer mehr zur Ware werden. Mit 13 Jahren können Kinder bzw. Jugendliche durchaus eigene Entscheidungen treffen, aber wenn bereits sechsjährige unter Vertrag genommen werden, ist von eigener Entscheidung noch nicht allzu viel vorhanden. Die Erwartungen an kleine Fußballer sind meist schon sehr hoch. Wenn der Sprung in den A-Kader am Ende nicht geschafft wird, kann das zu einer schwierigen seelischen Belastung werden.

  2. Wenn es um Sportinternate geht, wird ja sicher kein Kind gegen seinen Willen dorthin verfrachtet und die Eltern haben diese Entscheidung aus sicherlich sehr ehrgeizigen Motiven heraus getroffen. Dass das fragwürdig ist, liegt ja wohl auf der Hand, wie bei allen übertriebenen Ambitionen, die Eltern und Kinder so haben können. Muss man halt in den sauren Apfel beißen, wenn man es so wichtig mit der Sportförderung nimmt. Wenn Eltern solche Entscheidungen treffen, dann finde ich es ehrlich gesagt wirklich besser, wenn die Kinder dann in einem entsprechenden Internat sind, weil da nicht dauernd auch noch die überehrgeizigen Eltern dazwischenfunken und zumindest eine geregelte Mischung aus Schule und Hobby gewährleistet ist, was von vielen Eltern, die ihre Talente zu Hause fördern, nicht behauptet werden kann. Wers also braucht, sollte es lieber so machen. Die Kindheit ist dann eben mit Sport ausgefüllt, bei anderen z.B. mit exzessivem Musikunterricht usw.

    • Eine interessante Sichtweise, über die ich noch nie nachgedacht habe. Aber es stimmt. Zu ehrgeizige Eltern wirken sich sicherlich auch nicht positiv auf die Entwicklung eines Kindes aus.

  3. In meinem weiteren Bekanntenkreis gibt es einen Jungen, der war auch auf so einem Sportinternat. Zunächst auch ganz freiweillig. Währenddessen ist er älter geworden und hat gemerkt, das sein Recht auf Privatleben überhaupt nicht mehr gegeben war. Was soll ich sagen, er hat es nach Jahren geschmissen und ist jetzt zufrieden.

    Liebe Grüße

  4. Da hast Du den wichtigsten Punkt überhaupt aufgegriffen: Ich finde wenn Ambitionen und Talent vorhanden sind sollten Eltern dies schon fördern, allerdings sollte immer (!!!) der Spaß des Kindes im Vordergrund stehen und es sollte in erster Linie Kind sein dürfen.

    Viele Grüße
    Micha

  5. Wir haben hier auch eine „Eliteschule des Sports“ bzw. eine „Eliteschule des Fußballs“ mit Internat.

    Ich war mal mit einem Jungen befreundet, der damals das Skiinternat in Furtwangen besucht hat. Ihm hat es dort viel Spass gemacht, er konnte den Sport ausüben, der ihm Spass macht und in dem er erfolgreich war und hatte gleichzeitig die Möglichkeit, seine Schulausbildung voranzutreiben. Diese Schüler kennen es nicht anders. Sicher haben sie weniger Freizeit, aber wenn es ihnen Spass macht, bzw. solange es ihnen Spass macht, finde ich das in Ordnung.

  6. Ein sehr interessanter Aspekt! Meistens wird mit Fußball und Kinder doch eher Spaß verbunden, doch wenn gerade kleine Kinder (5-6 Jahre – wirklich?) aus der Familie gerissen werden ist das schon hart – für das Kind – da bin ich schon der Meinung, das eine Förderung bestimmt auch in Wohnortnähe möglich sein sollte.

    Danke für deinen Beitrag! Grüßle Susanne

    • Ja, ich habe schon gemerkt, dass mein Beitrag einiges an Diskussionsbedarf enthielt. Da ich keine Kinder habe und auch in meiner näheren Umgebung keine Fußball spielenden Kinder unterwegs sind, ist mir irgendwie nicht viel mehr zu diesem Thema eingefallen.

  7. Kurzes Statement:
    Kinder sind keine Ware!
    Mit anderen Worten: 13-jährigen für Geldtransfers zu missbrauchen ist eine Frechheit.
    Das Leben beginnt zwar schon früher, als mit der Volljährigkeit. Jedoch sollte das Wechseln der Spieler für Geld im Erwachsenenbereich bleiben. Ab 17 ist ok.
    Alles andere versaut nur das Kind und die Eltern … meine Meinung.

    Beste Grüße
    Timm

  8. Pingback:Bloggerspiel EM-Abseits Woche 5 Fußball Witze | Funkelfaden

  9. Pingback:Timm's Blogwelten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Newsletter abonnieren und Infos zu Freebooks per Mail erhalten

Abonniere den Funkelfaden Newsletter und sei immer als erste über Freebooks zum Nähen und neue DIY-Tutorials informiert. Außerdem gibt es regelmäßig Freebies und spannende Gewinnspiele.

Newsletter abonnieren