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Ernest Cline – READY PLAYER ONE (Rezension)

Ernest Cline - READY PLAYER ONE (Rezension) 1

Vorweg: Ich bin zwar ein Kind der 80er, da ich mitten in den 80er Jahren geboren bin, aber leider war ich zu dieser Zeit natürlich noch viel zu jung, um die Kultfiguren der 80er miterleben zu können. Ich habe auch keinen Faible für Raumschiffe, Zauberer und Lichtschwerter. Ready Player One ist jedoch genau das: Eine Mischung aus 80er Jahre Kult, Fantasy und Science Fiction innerhalb einer düsteren Zukunftsvision.  Im Grunde nicht die Besten Vorraussetzungen, um Gefallen an dem Roman zu finden. Gleichzeitig war Ready Player One in den USA bereits ein unglaublicher Erfolg und obwohl ich kein großartiger Computerspieler bin, sind mir Rollenspiele wie Dungeons und Dragons und einfache Computerspiele wie Pac Man, Donkey Kong, sowie der Aufbau und der Sinn von MMORG Spielen durchaus ein Begriff.

Der Roman Ready Player One spielt in einer Zukunft, die im Zeitalter der digitalen Medien gar nicht so unwahrscheinlich erscheint.Die reale Welt ist weitgehende zerstört und das Leben der meisten Menschen spielt sich innerhalb einer virtuellen Computersimulation ab, in der OASIS. Jeder kann an dieser Simulation kostenfrei teilnehmen und fühlt sich dank haptischen Handschuhen bzw. Anzügen und Simulationsbrillen in die virtuelle Welt hineinversetzt.  Als der Erfinder der OASIS, ein fanatischer Fan der 80er, ohne Erben stirbt, entbrennt in der OASIS ein Kampf um sein Vermögen. Vor seinem Tod hat er ein Easteregg in der OASIS versteckt. Wer dieses Easteregg findet und die damit im Zusammenhang stehenden Queste (Rätselaufgaben) löst, erbt alles. Natürlich begibt sich die gesamte Menschheit auf die Jagd, doch es dauert Jahre, bis der erste von drei Schlüsseln entdeckt wird.

Der Hauptcharakter Parzifal (oder Ward, wie er in der Realität heißt) wird, nachdem er den Kupferschlüssel als erster entdeckt hat,  in der OASIS zu eine ziemlichen Berühmtheit. In Wahrheit lebt er in einem abgedunkelten Zimmer und hat keine, Freunde, keine Familie, einfach überhaupt keinen menschlichen Kontakt. OASIS ist seine Realität, aus der er nur ungern austritt, meist nur um zu schlafen. Dennoch ist er sich durchaus bewusst, dass die OASIS für ihn auch eine Gefahr bedeutet. Immer wieder bereut er es, das er sein gesamtes Leben einer virtuellen Simulation widmet, bevor er wieder in die OASIS eintritt und seine Rolle als prominenter Jäger einnimmt. So wie ihm geht es vielen Menschen. Die Realität ist durch Klimakatastrophe und Energiemangel zerstört. In der OASIS kann sich der Spieler eine eigene Realität aufbauen, egal welche Rolle er in Wirklichkeit spielt.

Allerdings gibt es auch in dieser Geschichte das ultimative Böse, die IOI, eine Organisation, die mit aller Macht versucht das Easteregg zu finden, um die OASIS in ihre Finger zu bekommen und den Zugang durch monatliche Kosten zu reglementieren. Die IOI schreckt dabei vor nichts zurück, auch nicht vor realem Mord.

Der Autor Ernest Cline hat an wirklich alles gedacht. Die Zukunftsvision scheint in Anbetracht der heutigen Situation durchaus möglich. Zudem schmückt Ernest Cline die OASIS mit faszinierenden Details aus, so dass man kaum glauben mag, das die Geschichte nicht der Realität entspricht. Der Rechercheaufwand für diesen Roman muss beachtlich gewesen sein. Ich habe selten ein Buch gelesen, bei dem die räumliche Darstellung so detailliert vorgenommen wird ohne, dass es den Lesefluss stört. Gleichzeitig scheint er Ideen ohne Ende zu haben, von der nur noch virtuell stattfindenden Schule, über bestimmte Reglementierungen von speziellen Planeten, bis zu Filmen und Videspielen die man in der Rolle seinen Lieblingscharakters durchspielen kann. Ernest Cline schafft es ein eigenes Universum aufzubauen, ähnlich wie es J. K. Rowling mit Harry Potter gelungen ist. Am liebsten würde ich selbst meine OASIS Konsole hochfahren und die Welt mit eigenen Augen betrachten.

Das Buch ist Spannung pur. Ich bin wie bereits erwähnt normalerweise kein Fan von Science Fiction und auch im Bereich Fantasy lese ich nur ausgewählte Werke. Ready Player One, eine Mischung aus Science Fiction und Fantasy, ist dennoch eines der besten Bücher seit langem. Der gesamte Roman besitzt keine Längen und bereits nach den ersten Seiten ist man vollkommen in die Geschichte eingetaucht und legt das Buch erst nach der letzten Seite enttäuscht aus der Hand. Enttäuscht deshalb, weil es bereits zu Ende ist. Zwar hat das Jahr gerade erst begonnen, aber READY PLAYER ONE wird mit Sicherheit eines meiner literarischen Highlights 2012.

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Ready Player One erscheint im Penhaligon Verlag und kostet 19,99 Euro.


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