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Katrin Lankers: Elfenblick (Rezension)

Katrin Lankers: Elfenblick (Rezension) 1

Margeli ist 16 Jahre jung, von ihren Eltern genervt und in der Schule alles andere als beliebt. Zum Glück gibt es Rosann, ihre beste Freundin, der sie auch die merkwürdigsten Dinge anvertrauen kann. Und merkwürdige Dinge passieren seit neuestem so einige in Margelis Leben. Mitten in der Nacht trifft sie im Wald auf Erin, einen außergewöhnlich hübschen jungen Mann, der sie rettet und in den sie sich unsterblich verliebt. Irgendwie taucht er allerdings auch in ihrem Schlafzimmer auf, obwohl die Tür verschlossen war. Rosann vermutet, das Margeli alles nur geträumt hat, aber Erin scheint so real. Und als ob das nicht schon genug wäre, hat Margeli auch noch den starken Verdacht, dass ihre Eltern gar nicht ihre Eltern sind. Doch die Wahrheit ist eine andere und gefährlicherer, als sie es sich je hätte träumen lassen.

Vom Cover her hatte ich eine typische Elfengeschichte, angesiedelt in einem fiktiven Elfenreich erwartet. Umso erstaunter war ich, als ich feststellte, das Kerstin Lankers Elfenblick in der heutigen Zeit spielt und von Fantasieelementen weit und breit nichts zu lesen ist. Man hat es viel mehr mit einem typischen Teenie zu tun, der nicht so recht weiß, was er mit sich anfangen soll und Abstand zur eigenen Familie sucht. Margeli vermutet sogar, dass sie im Krankenhaus verwechselt wurde, weil sie ihrer Mutter und ihren Geschwistern so unähnlich ist. Als Leser findet man schnell heraus, dass sie damit natürlich recht hat. Die blasse Haut, die spitzen Ohren und der Titel des Buches lassen schnell klar werden, dass sie eine Elfe ist. Margeli hingegen, und das hat mich doch ein wenig genervt, ist etwas begriffsstutzig und begreift selbst nach einigen Hinweisen gar nichts. Das sich Margelis Erkenntnis viele Seiten lang hinzieht ist zwar für den Leser nicht unbedingt spannend, aber im Grunde auch nicht unrealistisch, denn wer glaubt in der heutigen Zeit schon daran, dass er eine Elfe ist?

Neben dem Hauptstrang der Handlung gibt es immer wieder auch Einschübe einer Nebenhandlung aus Sicht des Bösen. Hier wird dem Leser verdeutlicht, dass es noch eine zweite, eine magische Welt geben muss. Gleichzeitig erkennt man auch, dass Margeli sich in einer großen Gefahr befindet. Dieser zweite Handlungsstrang gefällt mir im Laufe des Buches immer besser, da die Spannung dadurch deutlich gesteigert wird. Gut finde ich auch, dass Margeli auch im Elfenreich ihren nörgeligen Teenagercharakter beibehält und nicht durch die Anwesenheit der Elfen einer wundersame Charakterwandlung unterliegt.

Nachdem Margeli endlich herausbekommen hat, dass sie eine Elfe ist, wird die Geschichte deutlich besser und spannender. Für den ersten Teil habe ich doch einige Tage gebraucht, die letzten 300 Seiten dann am Stück durchgelesen. Margeli taucht in eine Elfenwelt ein, die ein wenig an Eragons Elesméra erinnert. Die Elfenstadt wird wunderbar detailreich beschrieben, so dass man sich beim Lesen an diesen Ort hinversetzt fühlt. Die Handlung wird fast ein bisschen zu schnell erzählt, ich hätte so gerne noch mehr aus dem unterirdischen Elfenreich erfahren. Das Ende der Geschichte macht aber ein wenig Hoffnung, das eine Fortsetzung möglich ist.

Insgesamt hat mir Katrin Lankers Elfenblick sehr gut gefallen. Trotz der leichten Startschwierigkeiten, hatte ich Freude an der Reise ins Elfenreich. Die Verbindung der heutigen Zeit mit der Welt der Elfen ist im Vergleich zu vielen anderen Fantasiegeschichten erfrischend anders. Ein unterhaltsames Lesevergnügen, mit einer liebenswert nörgeligen Heldin, die ihr erstes Abenteuer mit Bravour besteht.

WERBUNG: ElfenblickKatrin Lankers: Elfenblick (Rezension) 2 von Katrin Lankers ist im arsEdition Verlag erschienen und kostet in der gebundenen Ausgabe 19.99 Euro.

 


2 Antworten zu “Katrin Lankers: Elfenblick (Rezension)”

  1. Ich fand das Buch einfach wunderbar. Eine schöne Rezension hast du da geschrieben.
    Ich bin eben über Blogg Dein Buch auf deine Seite gestoßen und folge dir jetzt mal über Bloglovin. Ich gehe noch ein bisschen bei dir stöbern und wünsche dir weiterhin viel Spaß beim bloggen.
    LG
    Yvonne

    • Danke, es ist aber auch wirklich ein schönes Buch 🙂 Ich habe gerade einen Blick auf deinen Blog geworfen und schon so viele Bücher gesehen, die ich unbedingt auch noch lesen muss, du hast einen sehr ansprechenden Lesegeschmack.

      Liebe Grüße

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