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Louisa Young: Eins wollte ich dir noch sagen (Rezension)

Louisa Young: Eins wollte ich dir noch sagen (Rezension) 1

Inhalt: Großbritannien zu Begin des 20. Jahrhunderts. Riley stammt aus der Unterschicht und gerät durch einen glücklichen Zufall schon als Junge in den Haushalt eines Künstlers, bei dem er aufwächst und sich das Leben der Oberschicht aneignet. Auch Nadine, ein Mädchen aus gutem Hause, lernt er bereits in frühen Jahren kennen. Sie nimmt Malunterricht bei eben diesem Künstler und so können sie viel Zeit miteinander verbringen. Als Nadine von einen auf den anderen Tag nicht mehr erscheint, ahnt Riley, dass das Mit ihm zusammenhängt. Da dies direkt mit dem Ausbruch des 1. Weltkrieges zusammenfällt, meldet Riley sich freiwillig, um sein altes Leben hinter sich zu lassen und Nadine die Chance auf ein standesgemäßes Leben zu geben. Doch auch im Krieg lässt ihm der Gedanke an Nadine keine Ruhe. Immer wieder schreibt sie ihm Briefe und so beginnt eine ungewöhnliche Liebe, gegen alle Konventionen.

Rezension: Das Thema des Romans hat mich interessiert, auch das Cover hat mir auf den ersten Blick sehr gut gefallen. Leider hat mich das Buch, vermutlich aufgrund meiner hohen Erwartungen etwas enttäuscht.

Der hisotrische Hintergrund ist sehr gut recherchiert. Die Schlachten wirken abscheulich realistisch und beängstigend und auch die Gräuel des 1. Weltkrieges werden nicht verschwiegen. Riley hält seine Liebe zu Nadine am Leben, sein Kommandant Peter, dem ein Nebenstrang der Geschichte gewidmet ist, zerbricht hingegen fast völlig an seinen Erlebnissen im Krieg. Er  vergewaltigt seine eigene Ehefrau, kann sich nicht mehr in sein Leben einfügen und verfällt dem Alkohol. Aber auch seine zu Hause gebliebene Frau Julia kommt mit der Kriegssituation im fernen Frankreich nicht zurecht und verzweifelt völlig.

Louisa Young schafft es geschickt, die verschiedenen Entwicklungsmöglichkeiten und Veränderungen eines Charakters wärend des Krieges darzustellen. So wird aus der talentierten Kunstschülerin Nadine eine emotionslose Kriegskrankenschwester.

Mich persönlich störte an der Geschichte jedoch die extreme Liebe zwischen Nadine und Riley, die nie wirklich ausgelebt wird sondern eher durch Briefe und Gedanken aufrecht gehalten wird. Nadine zieht in den Krieg, um zu sterben, weil Riley ihre Beziehung beendet. Riley beendet immer mal wieder die Beziehung, um Nadine vor seiner Anwesenheit zu schützen. Beide denken während des gesamten Krieges nie an sich, sondern immer nur an den jeweils anderen. Das nimmt dem Roman ein wenig die Spannung, so dass ich mir bereits nach wenigen Seiten vorstellen konnte, wie das Buch ausgeht.

Insgesamt habe ich ziemlich lange für diesen Roman gebraucht, da er mir persönlich etwas zu schnulzig ist. Das ist aber sicherlich Geschmackssache. Den Kriegsteil hingegen finde ich sehr gut geschildert, auch wenn er dem ein oder anderen sicherlich etwas zu grausam ist.


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Preis: Der Roman  Eins wollt ich dir noch sagen von Louisa Youg ist im Oktober 2011 im List Verlag erschienen und kostet 18,00 Euro.

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