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Paulo Coelho: Aleph (Rezension)

Paulo Coelho: Aleph (Rezension) 1

Romane von Paulo Coelho waren für mich bis heute ein eher unerfreuliches Thema. Ich habe verschiedene versucht zu lesen, unter anderem Auf dem Jakobsweg und Der Alchemist, meist aber schon nach wenigen Seiten aufgegeben, was mir bei Büchern normalerweise nur sehr selten passiert. Da Paulo Coelho aber weltweit eine unglaublich große Leserschaft begeistert, wollte ich seinem neuen Roman Aleph noch einmal eine Chance geben.

Worum geht es in Aleph?

Paulo Coelho berichtet von sich selbst. Er ist rastlos und weiss mit seiner aktuellen Lebenslage nichts anzufangen. Sein spiritueller Mentor rät ihm zu einer Reise. Diese Reise tritt er dann auch an, indem er Lesungen in ganz Europa hält. Die Krönung seiner Reise ist Russland, welches er mit der trassibirischen Einsenbahn bereist. Zu Beginn begegnet ihm in Moskau Hilal, eine junge Russin mit türkischen Wurzeln, die darauf besteht mit ihm zu reisen. Sowohl Paulo Coelho, als auch seine MItreisenden sind von dieser Idee und der merkwürdigen jungen Frau, die sich als begnadete Violinisten herausstellt, nicht sonderlich begeistert. Hilal lässt sich jedoch nicht davon abbringen und es bildet sich eine außergewöhnliche Beziehung zum Schriftsteller heraus.

Worum geht es wirklich?

Es geht um Spiritualität, um Reinkarnation, um das Leben nach dem Tod und eine Verbindung zu Gott. Der Autor scheint eine ganz spezielle Beziehung zu diesen Begriffen zu haben. Er glaubt an ein Aleph, einen mystischen Ort, der zu Reisen eines früheren Ichs führt und den es überall auf der Welt geben kann.

Wie liest sich das Buch?

Wie bereits erwähnt hatte ich mit Büchern von Paulo Coelho immer meine Probleme. Auch diesmal waren die ersten zehn Seiten eher qualvoll. Allerdings hatte ich das Buch als einziges mit, so dass ich weitergelesen habe. Und bereits wenige Seiten später, hatte mich die Geschichte in ihren Bann gezogen. Inhaltlich passiert nicht viel, es ist eher ein Reisebericht eines berühmten Schriftstellers, aber die spirituelle Suche regt zum Nachdenken an.

Paulo Coelho steht immer wieder im Zwiegespräch mit seinen Mitreisenden, erzählt kleine Geschichten, die zum Teil religiöser Natur sind und lässt den Leser an seinen Reisen ins Aleph teilhaben. Schnell fühlt man sich in den Zug hineinversetzt, befindet sich in einer russischen Kathedrale oder lauscht den Klängen einer Violine.

Es ist Hilal, die beim Autor den  Weg zum Spirituellen, den er schon verloren geglaubt hatte, wieder öffnet. Durch sie öffnet sich Paulo Coelho auch auf eine einzigartige Weise seinen Lesern. Das Buch ist sehr persönlich, ohne das es aufdringlich oder aufgesetzt wirkt. Einfach wunderbar zu lesen.

Mein Fazit:

Aleph ist ein absolut packender Roman, der sich angenehm und fließend liest, wenn man die ersten paar Seiten überstanden hat. Ich muss zugeben, dass ich dem Autor offensichtlich unrecht getan habe, in dem ich seine bücher immer wieder nach wenigen Seiten aufgegeben habe. Aleph hat mich eines Besseren belehrt, so dass ich mich in nächster Zeit auch seinen anderen Werken widmen werde.

 

Aleph von Paulo Coelho ist im Diogenes Verlag erschienen und kostet 19,90 Euro. 

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