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Radtour rund um Berlin – Etappe 5

Radtour rund um Berlin - Etappe 5 1

Der letzte Tag der Radtour rund um Berlin führte uns über 65km von Großbeeren zurück nach Dalgow-Döberitz. Das Wetter war wieder deutlich besser als am Vortag, wenn auch nicht mehr annähernd so warm wie in den ersten Tagen. Erstaunlicherweise fühlten wir uns inzwischen auch wieder richtig fit, selbst das Sitzen auf dem Sattel stellte keine Probleme mehr dar. Erstaunlich, das ein paar Tage Bewegung gleich zu solchen Veränderungen führen. Nach dem Frühstück im Traditionshotel Großbeeren starteten wir in Richtung Berlin. Zuerst ging es neben einer Landstraße auf einem breiten Radweg entlang, dann weiter durch ein Naturschutzgebiet neben Feldern. Plötzlich kam in der Ferne hinter dem Feld die Silhouette einer Großstadt hervor. Nicht wirklich schön, aber eindeutig Berlin. Hier kommt man wieder auf den Berliner Mauerwerk, der idyllisch an der direkten Stadtgrenze durch einen von schattenspendenden Bäumen gesäumten Weg verläuft.

Radtour rund um Berlin - Etappe 5 2Über angenehme Waldwege fuhren wir weiter, über die Autobahnhinweg am ehemaligen Grenzübergang Dreilinden bis zur Kliniker Brücke. Hier konnte man wieder entscheiden, ob man über Wannsee oder Potsdam fahren möchte. Da wir den Wannsee relativ gut kennen, haben wir uns für die Strecke über Potsdam entschieden. Am Kliniker See verlief der Mauerstreifen, so dass die dort liegenden Villen zu damaliger Zeit wahrscheinlich nicht die beliebtesten waren. Heute wohnt hier, wer viel Geld hat und wer viel Geld hat, denkt ja bekanntlich häufig, dass man sich davon alles kaufen kann. Genau das bekamen wir auch zu spüren, als der Uferweg, den wir entsprechend des Navis entlangfuhren plötzlich endete. Eine grüne Grundstücksmauer versperrte uns den Weg. Ein freundlicher Radfahrer klärte uns auf: Die Grundstücksinhaber haben zum Ende der DDR wohl auch den Uferbereich mitgekauft und teilweise in einer Nacht und Nebel Aktion ihr Grundstück,  über den asphaltierten Uferweg hinweg, abgezäunt und verlängert. Dies führte natürlich zu Protesten der übrigen Anwohner, die nun den Uferweg nicht mehr nutzen konnte. Inzwischen haben die protestierenden Anwohner in einem Prozess gesiegt und der Uferweg muss wieder freigegeben werden.

Radtour rund um Berlin - Etappe 5 3

Uns brachte das in diesem Fall noch nichts, wir mussten außen herumfahren. Wieder auf der richtigen Strecke fuhren wir durch die wunderschönen Potsdamer Parks, vorbei an Villen und historischen Überbleibseln aus vergangenen Zeiten. Auf einem Aufstieg hatten wir dann die erste und zum Glück einzige Panne. Eine herausgesprungene Kette. Mein Freund hatte noch nie eine Fahrradkette wieder eingehängt, aber mit fachfraulicher Erfahrung, meine Fahrräder hatten häufig mit springenden Ketten zu kämpfen, war auch dieses Problem schnell gelöst. Diese doch etwas längere Etappe wurde auch wieder ein wenig anstrengend, aber zum Glück findet man unterwegs immer wieder Cafés und Restaurants, in denen man sich stärken kann.

Die Felder am Wegesrand, die am Anfang der Tour noch im vollen Korn standen, waren inzwischen abgeerntet. Ein wunderschöner Anblick, wenn diese großen Strohballen übers Feld verteilt sind und man den Duft von feuchten Wiesen in der Nase hat. Insgesamt war die Reise für uns ein tolles Erlebnis. So viel Natur und vor allem so viel Bewegung haben wir selten und nach einer Woche auf dem Rad fühlte ich mich deutlich erholter, als nach einer Woche Strandurlaub. Man merkt richtig, wie gut dem Körper die Bewegung tut.

Radtour rund um Berlin - Etappe 5 4

Am späten Nachmittag erreichten wir Dalgow-Döberitz und den den Sperlingshof. Vor der Abreise konnte man nun dort noch eine Nacht verbringen und am nächsten Tag entspannt die Heimreise antreten. Die Organisation der Reise vom Sperlingshof klappte insgesamt sehr gut. Wir kamen problemlos mit der Streckenführung auf dem Navigationsgerät klar, waren sehr zufrieden mit allen Hotels und auch der Gepäcktransport funktionierte sicher und einwandfrei. Die Radtour rund um Berlin bekommt von uns eine absolute Reiseempfehlung.  Selbst wenn man wie wir eher selten Rad fährt, ist die Tour ein, manchmal etwas anstrengendes, aber doch wunderschönes Erlebnis.


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