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Sri Lanka Rundreise mit Marco Polo YLT – Tag 7-9

Sri Lanka Rundreise mit Marco Polo YLT - Tag 7-9 1

Kandy Sri Lanka Hochland Rundreise

Heute nun der 4. Teil meines Reiseberichtes:

7. TAG Kandy und der Zahn Buddhas

Kandy gilt als das kulturelle Zentrum Sri Lankas. Grund dafür ist der buddhistische Tempel, in dem ein Eckzahn Buddhas aufbewahrt wird. Drei mal täglich findet dort eine Puma-Zeremonie statt. Wir waren gegen halb zehn im Tempel, in den gleichzeitig Massen an Einheimischen und Touristen strömten. Die Zeremonie beginnt mit den Trommlern, die eine eigene Kaste darstellen. Sie werden gefolgt von Mönchen, die, so wie ich es verstanden habe, Essen zu Ehren Buddhas auftragen. Nachdem die Mönche mit den großen Essensgefäßen verschwunden waren, bildete sich eine Menschenmasse auf dem Weg zu Buddhas Zahn. Der Zahn an sich wird nur alle fünf Jahre enthüllt, was ein religiöses Großereignis ist und gleichzeitig mit kilometerlangen Schlangen vor dem Tempel verbunden ist. An normalen Tagen kann man nur das goldene Gefäß erkennen, dass in mehreren Schichten, ähnlich einer russischen Matroschka, den Zahn umhüllt. Doch auch dies scheint für die Gläubigen von großer Bedeutung zu sein. Um einen kurzen Blick darauf zu erhaschen, stellen sie sich mit Blumen, Reis und Geldspenden an. An diesem Tag war auch eine ganze Schulklasse aus Colombo vor Ort, für die dieser Ausflug etwas ganz besonderes war. Nach dem Besuch der Zeremonie kann man noch durch die Tempelanlage spazieren. Unter anderem wird dort auch ein ausgestopfter Elefant gezeigt, der 70 Jahre lang an buddhistischen Prozessionen teilgenommen hat. Der buddhistische Tempel grenzt dabei direkt an den hinduistischen Tempel, der sich wiederum direkt neben einer Kirche befindet. Den Ausflug in den Tempel und die dort stattfindende Zeremonie empfand ich als sehr spannend. Auch wenn man als Fremder die Rituale vor Ort nicht richtig einzuordnen weiss,  erhält man doch einen interessanten Einblick in die einheimische Kultur. Die vielen Farben, die Musik, die Blumen und die fröhlichen Menschen die wir bei dieser buddhistischen Zeremonie erlebt haben bilden für mich einen starken Kontrast zu anderen mir bekannten Religionen.

Buddhistischer Tempel Kandy Zeremonie Sri Lanka

Der Nachmittag stand uns zur freien Verfügung und wir besuchten die Straßen Kandys. Kandy an sich ist relativ klein, bereits nach wenigen Stunden hat man die ganze Stadt einmal gesehen. In den Straßen reihen sich Obst- und Gemüseläden, Gewürzgeschäfte und Sariläden aneinander. Kandy wirkt sehr ursprünglich, auch wenn es natürlich viele Händler gibt, die es explizit auf Touristen abgesehen haben. Für mich waren insbesondere die vielen bunten Saris interessant. Ich traue mir zwar nicht zu, selbst einen Sari zu tragen, aber die Stoffe sind von sehr guter Qualität und die Preise vor Ort natürlich relativ niedrig und gar nicht zu vergleichen mit dem am Vortag besuchten touristischen Sarigeschäft. Betritt man ein Sarigeschäft, ist man meist der einzige Kunde. Dafür ist man gleichzeitig aber auch direkt von mindestens zehn Mitarbeitern umringt, die einem behilflich sein wollen. Während ich in den Stoffen wühlte, durfte mein Freund die interessierten Fragen der Mitarbeiter beantworten. Wo kommen wir her? Was arbeiten wir? In Sri Lanka sprechen viele Einheimische gut Englisch, für diejenigen die dem nicht mächtig waren, wurde jede unserer Antworten übersetzt und direkt diskutiert. Am Ende verließ ich mit sechs farbenfrohen Baumwollsaris das Geschäft. Die Saris werden von mir zweckentfremdet und zu anderen Dingen vernäht und hätte ich solch einen wunderbaren Laden in meiner Nähe, wäre ich sicher Stammkunde . In Kandy hatten wir auch zum ersten mal die Möglichkeit in kleineren, einheimischen Restaurants zu speisen, was wir auch mehrfach nutzten.

Kandy Sri Lanka bei Nacht

Gegen späten Nachmittag stand dann noch die Teilnahme an einer Tanzveranstaltung auf dem Programm. Dabei wurden alle Touristen, die sich in Kandy befanden, in einer großen Halle auf Stühle gesetzt. Wir saßen so weit hinten, dass ich kaum etwas sehen konnte und außer uns war der Raum fast ausschließlich mit Rentnern gefüllt. Dann wurden uns von in Tänzern und Tänzerinnen in traditioneller Kleidung ein einstündiges Programm geboten. Für mich persönlich war das nicht weder sonderlich interessant, noch wirkten die Tänzer motiviert. Ein Pendant in Deutschland wäre wohl, wenn eine asiatische Reisegruppe sich bayerische Trachtentänzer anschaut. Dabei bezieht sich meine Kritik nicht auf die Tänze an sich, sondern auf die extrem touristische Darstellungsart, bei der ich mir vorkomme wie ein Rentner auf Kaffeefahrt. Zum Glück ging die Show aber nur eine Stunde. Nach einer weiteren Mahlzeit verbrachten wir den Abend auf der Dachterrasse bei leckeren Cocktails und Ausblick über das nächtliche Kandy.

Zug fahren Sri Lanka

8. TAG Zug fahren, Wildwasserrafting und ein entspannter Nachmittag am Fluss

Wir verlassen Kandy und fahren Richtung Kitulgala. Unterwegs erzählt uns unser Guide verschiedenes zu Natur und Umwelt in Sri Lanka. Wenn am Straßenrand ein spezieller Baum ist, wird auch schon mal angehalten, damit wir alle einen Blick werfen können. Ein Stück der Strecke fuhren wir mit dem Zug. Die Züge sind natürlich deutlich älter als wir es gewohnt sind, aber dafür kann man hier zumindest noch die Fenster öffnen, hinausschauen und die Fahrt richtig genießen. Da Sitzplätze Mangelware waren, machten wir es uns auf dem Boden gemütlich und bewunderten die vorbeiziehende Landschaft.

Zelten und Rafting Sri Lanka Rundreise

In Kitugala angekommen ging es in Badesachen direkt zum Rafting. Jeder erhielt Helm, Rettungsweste und Paddel und nach einer kurzen Einweisung stiegen wir in fünfer Gruppen in die bereitliegenden Schlauchboote. Die Fahrt auf dem Kelani River sorgte für viel Spaß. Im Vergleich zu anderen Raftingtouren, z.B. in der Türkei, wirkte diese auf mich deutlich ruhiger und ungefährlicher. Nach etwa einer Stunde war der Spaß auch schon wieder vorbei und wir trieben neben den Booten im erstaunlich milden Wasser.  Wieder an Land wurden wir auf unsere Zelte verteilt. Die Zelte waren alle auf eigenen Holzterrassen aufgebaut. Unser Doppelzelt beinhaltete eine riesige Matratze. Außerdem hatten wir ein eigenes Bad. Eine wundervolle Kulisse, mitten in der Natur und mit direkten Blick auf dem Fluss. Nach einem leckeren Mittagsbuffet sprangen die meisten direkt wieder in den Fluss, liessen sich ein Stück von der Strömung treiben oder genossen die Sonne am kleinen Strand oder mitten im Fluss auf den großen Steinen. So verging ein entspannter Nachmittag. Abends erwartete uns ein Buffet mit Grill und danach ein Feuerwerk. Dann wurde das Lagerfeuer entfacht und bei lauter Musik bis in den späten Abend gefeiert. Der Tag am Fluss inmitten der Natur  war für viele von uns mit Sicherheit einer der schönsten dieser Reise.

Reisbauern Sri Lanka

9.  TAG Teeplantagen, Tee und noch mehr Tee

Nach einer angenehmen Nacht, nutzte ich die Möglichkeit direkt vor dem Frühstück noch einmal im Fluss zu schwimmen. Die Geräuschkulisse der Nacht hatte viele von uns mehrfach geweckt. Das Rauschen des Flusses klang in meinen Ohren wie strömender Regen, so dass ich mitten in der Nacht tatsächlich den Kopf aus dem Zelt stecken musste, um zu kontrollieren ob es vielleicht tatsächlich regnet. Nach dem Frühstück ging es mit geschultertem Day-Pack zurück zum Bus und hinauf ins Hochland. An diesem Tag verachten wir sehr viel Zeit im Bus, dösten zwischendurch immer wieder ein und bewunderten die riesigen Teeplantagen. Leider werden die Arbeiterinnen auf den Teeplantagen sehr schlecht bezahlt, von Fair Trade ist hier nirgends die Rede. Inzwischen sollen die Plantagen, die durch die britischen Besetzer in der Kolonialzeit gegründet wurden, zum Großteil wieder in der Hand einheimischer Farmer sein. Wir machten einen kurzen Spaziergang durch die Felder und ließen uns von unserem Guide darüber aufklären, dass man für den Tee nur die hellgrünen Blätter nutzen kann. Außerdem werden die Teestöcke gestutzt, da sie sonst bis zu 15 Meter hoch werden würden. Nach einer kurzen Mittagspause ging es weiter direkt zu einer Teefabrik. Hier erwartete uns eine ältere Frau, die uns die Teefarbik zeigen sollte. Sie führte uns durch die Trockenräume und erklärte, dass die Produktion des Tees insgesamt nur 24 Stunden benötigte. Leider sprach sie sehr schlecht deutsch und, was deutlich schlimmer war, hatte es unglaublich eilig uns durch die Räume zu scheuchen. Für Fotos oder Nachfragen blieb kaum Zeit, nach knapp 10 Minuten waren wir wieder draußen. Offensichtlich erwartete sie schon die nächste Gruppe. Das fand ich etwas Schade, da ich gerne mehr zur Teeproduktion erfahren hätte und wir doch eine sehr lange Anfahrt hinter uns hatten. Danach ging es in ein Teehaus, in dem wir den Tee probieren konnten. Ich trinke leider keinen schwarzen Tee, so dass ich euch nichts über die Qualität des Tees berichten kann.

 

Teeplantagen Sri Lanka

Das besuchte Teeabbaugebiet liegt im Hochland Sri Lankas. Je höher der Tee wächst, desto besser soll auch seine Qualität sein. Auch die Temperaturen sind hier oben deutlich geringer. Bei unserem Zwischenstop in der kleinen Stadt Nuwara Eliya wurde uns dies direkt bewusst, denn zum ersten mal seit unserer Ankunft musste man einen Pullover anziehen. Danach fuhren wir wieder in etwas tiefer gelegene Regionen bis zu unserem Tagesziel, dem Hotel Orient, in dem man uns mit Tee und Keksen begrüßte.

Tee Teeplantagen Sri Lanka

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