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Ausstellung Fast Fashion – Slow Fashion + 2×2 Tickets — 7 Kommentare

  1. Hallo Julia! Danke Dir für die Werbung für die interessante Ausstellung in meinem Kiez 😆. Da versuche ich doch gerne mein Glück 🍀 Viele Grüße

  2. Hallo Julia,

    ich kommentiere hier außer Konkurrenz – es ist für mich einfach zu weit nach Berlin.

    Die Problematik, die Du genannt hast, ist wirklich ein Punkt, den sich die Massen mal vor Augen halten sollten. Es geht mir dabei nicht darum, dass Klamotten zu billig sind und die Leute in den Herkunftsländern nicht fair bezahlt werden. Oft ist der (zwar schlecht bezahlte) Job der einzige, den sie haben und immer noch besser, als arbeitslos zu sein. Es leben ganze Famlilien davon. Klar wäre eine bessere Bezahlung noch besser, aber wir hier kennen ja auch nicht die gesamten Hintergründe.
    Hierzulande bei uns können sich zudem viele nachhaltige und damit teurere Kleidung nicht leisten und außerdem lassen alle (wirklich ALLE) Bekleidungsfirmen in Ländern wie Bangladesh oder in Asien nähen. Es gobt wirklich nicht viel erschwingliche Alternativen. Ich sag es ganz ehrlich: ich will meine Klamotten nicht 100 Jahre tragen müssen – aber ich brauche auch nicht ständig eine neue Kollektion. Das ist ebenso gesponnen.

    Was ich gut finde, sind die vielen Second-Hand-Läden, die in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden schießen. Warum Kleidung wegwerfen, wenn sie eh nie getragen wurde? Solche Geschäfte sind eine tolle Alternative. Für die, die dort was abgeben und für preisbewusste Käufer, die gerne ein bisschen was sparen und für die Umwelt tun wollen. So ein Beitrag über Second Hand hier aufm Blog wäre doch mal toll – gibts bei euch in Berlin bestimmt noch viel mehr als in der Kleinstadt bei uns.

    Hier in der Gegend kenne ich mehrere solcher Läden, die z.B. von der Diakonie betrieben werden und Langzeitarbeitslosen eine berufliche Perspektive geben. Ich war selber auch schon öfter dort, habe gebrauchte Bücher oder auch mal was zum Anziehen gekauft und war jedes Mal zufrieden. Kleidung wie neu und für einen Bruchteil des Ladenpreises – dazu ein gutes Gefühl, dass die Sachen nicht einfach in der Tonne landen. Ich finde solche Alternativen gut und richtig.

    Selbst Nähen ist natürlich wieder anders, wir sollten auf unsere Umwelt und Ressourcen einfach mehr achten. Egal, auf welchem Weg.

    Liebe Grüße 🙂
    KleinerVamir

    • Das ist ein super Punkt, den du ansprichst! Natürlich kann sich nicht jeder die zu richtig fairen und ökologisch am vertretbarsten Bedingungen produzierte Kleidung leisten – das sehe ich ganz genau so. Insbesondere auch bei Kindern, die stetig wachsen. Aber genau das, was du erwähnst, gehört genau so zu Slow Fashion. Second Hand Bekleidung kaufen oder Kleidung auf Tauschpartys tauschen ist im Grunde noch besser und umweltschonender, als neue, fair produzierte Kleidung zu kaufen, da dies mit Abstand die ressourcenschonendste Variante ist.
      In Berlin haben wir tatsächlich sehr viele Second Hand Läden, wobei ich inzwischen ein großer Freund von Umsonst-Trödelmärkten geworden bin. Da kann dann jeder jegliche Dinge vorbeibringen, die er nicht mehr benötigt, alles wird an einem Platz gesammelt und gleichzeitig kann sich auch jeder bedienen. Im Idealfall noch in Kooperation mit der Stadtreinigung, die dann wirklich nicht mehr nutzbare Dinge am Ende einfach mitnimmt. Ich habe zu solchen Veranstaltungen schon so viele Sachen gebracht und gesehen, wie sich direkt neue Besitzer gefunden haben, gleichzeitig dort aber auch schon schöne Dinge gefunden. So etwas sollte es auf jeden Fall auch öfter und an unterschiedlichsten Standorten geben <3

      Alles Liebe,

      Julia

      • Hallo Julia!

        Das ist ja interessant. Umsonst-Trödelmärkte kenne ich bislang nicht, ich glaube, das gibts hier nicht. Flohmärkte in herkömmlicher (kommerzieller) Form gibts ab und an mal.

        Es wird oft zu viel weggeschmissen – obwohl noch fast neu. Darum hat ja glaub ich auch Ebay irgendwann angefangen. Ein paar Euro für ein gebrauchtes Buch oder für gebrauchte Kleidung… warum auch nicht.

        Das mit den Umsonst-Trödelmärkten interessiert mich jetzt aber. Wie läuft das denn? Wo erfährt man, wo so eine Veranstaltung stattfindet? Ist das oft? Ich hab echt keine Ahnung. Bei uns will die Müllabfuhr (das ist hier ein privates Unternehmen, das im Auftrag des Landkreises unterwegs ist) auch was verdienen, daher kann ich mir die kostenlose Abfuhr der unbrauchbaren Reste hier in unserer Gegend gar nicht so recht vorstellen. Vielleicht ist das ein Großstadtding 🙂

        Was gibts dann bei so ner Tauschbörse alles? Nur Möbel oder auch Kleinkram? Klamotten? Bücher? Bin gespannt!

        Liebe Grüße
        KleinerVampir

  3. Ich finde das Thema absolut spannend und freue mich total, dass es immer mehr Konsumenten gibt, die sich entscheiden nachhaltiger zu konsumieren. Über zwei Tickets für die Ausstellung würde ich mich sehr freuen. Ich weiß auch schon, wen ich mitnehmen würde 😉

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