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Winterspaziergang an den Eichwerder Moorwiesen

Winterspaziergang an den Eichwerder Moorwiesen 1

Moor und Auenlandschaft Tegeler Fließ - Ausflug mit Hund in Berlin

Im Vorfeld zum am 17. März herauskommenden Film „Unsere Wildnis“ war ich  in dieser noch einmal winterlichen Woche mit Sabine von Wildes Berlin, Kea von hello mrs eve und dem Naturexperten vom NABU Dr. Storck unterwegs in der Wildnis, die man auch in Berlin an den unterschiedlichsten Ecken entdecken kann. Unser kleiner Ausflug führte uns nach Hermsdorf, an die Grenze von Berlin und Brandenburg und durch das Natuschutzgebiet Tegeler Fließ. Dieses Gebiet kannte ich noch nicht, weshalb ich mich schon Tage vorher sehr auf den Ausflug gefreut habe. Obwohl ich die komplette 66-Seen-Wanderung gegangen bin und auch so jedes Wochenende raus aus der Stadt fahre, ist es doch wundervoll zu sehen, dass Berlin und Brandenburg immer noch neues zum Entdecken bieten.

Das Wetter hatte es gut mit uns gemeint. Es war einer der kältesten Tage der letzten Wochen, was manch einen vielleicht von einem Ausflug in die Natur abschrecken würde. Allerdings bot uns das Moor dadurch einen ganz besonderen, winterlichen Anblick. Leicht angefrorene Wasserflächen, mit Puderzuckerschnee bestäubte Bäume und Gräser und dazu die klare kalte Luft machten diesen Ausflug für mich zu einem der faszinierensten Winterspaziergänge der letzten Zeit.Eibkätzchen Hermsdorf / Tegeler Fließ

Das Tegeler Fließ und die Eichwerder Moorwiesen gehören zum Naturschutzgebiet Natura 2000. Ich muss zugeben, von Natura 2000 habe ich noch nie etwas gehört und das, obwohl ich so viel in der Natur, in Berlin und vor allem auch in Brandenburg unterwegs bin. Das Gebiet Natura 2000 beinhaltet eine große Anzahl von Schutzgebieten innerhalb der europäischen Union, in denen die regionale Tier- und Pflanzenwelt besonders geschützt wird. Aktuell umfasst Natura 2000 bereit 18% der Europäischen Union und auch in Deutschlang gehören sehr viele Gebiete dazu.

Tegeler Fließ Moor, Wasser und Bäume

In der Natur gibt es immer so viel zu entdecken, insbesondere in natürlichen, nicht durch Forstwirtschaft reglementierte Wäldern, die es in Brandenburg so häufig gibt, ebenso wie Moore. Das Naturschutzgebiet Tegeler Fließ ist allerdings ein noch größeres Erlebnis gewesen, als ich es erwartet hätte. Auf einem langen Steg spaziert man durch das Moor und ist ihm so viel näher, als es normalerweise möglich wäre. Was mich absolut faszinierte, waren die ringartigen Eiskreise, die der Frost in das leicht gefrorene Fließ gezeichnet hat. So etwas hatte ich noch nie zuvor gesehen. Einfach wunderschön und etwas, wofür es sich auch bei kalten Temperaturen lohnt, sich dick einzupacken und hinaus in die Natur zu fahren.

Natura 2000 Gefrorenes Moor am Tegeler Fließ

Seht ihr den Biberbau auf diesen Bildern? Ich muss zugeben, ich hätte ihn wahrscheinlich auch nicht entdeckt, aber nachdem ich letztes Jahr beim Erkunden des Biosphärenreservats Niedersächsische Elbtalaue sehr viel über Biber gelernt habe, konnte ich den großen Bau dann doch erahnen.Tegeler Fließ Bieberbau

So gerne ich auch alleine durch die Natur streife, so spannend finde ich genau deshalb auch solche Führungen mit Experten. Die beiden singenden Eichelhäher habe ich mit meinem begrenzten Wissen gerade noch erkennen können, das dieser Gesang, den sie von sich gaben, etwas ganz besonderes sein musste, konnte ich jedoch erst an der Begeisterung von Dr. Storck ausmachen. Generell konnte er uns die Pflanzen- und Tierwelt, die das Moor bevölkert sowie die Entwicklung dieses Naturschutzgebietes auf sehr interessante und angenehme Art näher bringen.

Wenn man nicht die Chance hat, eine solch begleitete Führung zu besuchen, finden sich entlang des Steges durch das Moor auch 50 Informationstafeln, auf denen man mehr zu Bewohnern und Flora erfährt. Auch wenn nicht die Zeit war, alle durchzulesen, blieb ich doch immer wieder stehen, um kurz darauf staunend zu hinterfragen, ob zum Beispiel Eisvögel und Fasane wirklich dort leben würden. Unglaublich spannend, wie vielfältig unsere Natur doch ist und wie wenig wir davon leider doch wissen. Tegeler Fließ - Wanderweg in Berlin durchs Moor

Ich fand es an diesen Wintertag wunderschön in den Eichwerder Moorwiesen, kann mir aber gut vorstellen, dass sie, wie so viele Gebiete, zu jeder Jahreszeit eine ganz eigene Schönheit entfaltet, sodass ich so bald wie möglich noch einmal hinfahren möchte. Eine besonders schöne Route dort erscheint mir der Barnimer Dörferweg. Jetzt nehme ich euch noch ein wenig weiter mit auf eine kleine Bilderreise durch das Natura 2000 Gebiet der Eichwerder Wiesen am Tegeler Fließ.Naturschutzgebiet direkt bei Berlin Tegeler Fließ / Natura200 - Wanderweg durch das Moor Moor uns Sumpf in Berlin und Brandenburg Tegeler Fließ Steg über das Moor

Sieht es nicht schön aus? Ich kann meinen nächsten Ausflug dorthin gar nicht erwarten. Nächste Woche freue ich mich nach diesem Ausflug jetzt besonders auf die Premiere des Films Unsere Wildnis. Auch wenn ein Film nie an eigene Erlebnisse in der Natur heranreichen kann, so bin ich sehr gespannt, Unsere Wildnis, die Wildnis vor unserer Haustür und in ganz Europa,  aus einer Perspektive zu sehen, die einem als Wanderer und Spaziergänge doch verschlossen bleibt.


12 Antworten zu “Winterspaziergang an den Eichwerder Moorwiesen”

  1. So schön wars mit dir und deiner vierpfotigen Begleiterin! Ich würde mich freuen, wenn wir im Frühjahr und Sommer gemeinsam wieder rausfahren und entdecken, wie sich das Moor in den verschiedenen Jahreszeiten verändert 🙂 Liebe Grüße! Kea

  2. Schön und „mitten“ in der Stadt (jedenfalls von mir aus betrachtet)! Die Wasserbüffel getroffen? Die halten nämlich im Fliesstal das Gras kurz… Übrigens ähnlich ist es im Barnim. Es bleibt viel u entdecken hier -schön, dass du darüber schreibst!
    Gruß von Anja

    • Wohnst du dort in der Nähe? Bis zu den Wasserbüffeln bin ich leider nicht vorgedrungen, da wir viel stehengeblieben sind, um uns verschiedene Sachen anzuschauen, aber meine Nachbarin hat auch direkt nach den Wasserbüffeln gefragt, als ich ihr davon erzählt habe. Ich muss unbedingt noch einmal länger dort hin. Es hat mir wirklich unglaublich gut gefallen.

      Liebe Grüße,

      Julia

  3. Moor ist eine wahnsinnig faszinierende Landschaft – ich war vor Jahren einmal im „Schwarzen Moor“ in der Rhön (Bayern) und mir hat diese eigenwillige Gegend und die Pflanzen dort sehr gefallen.

    Was mir bei „Deinem“ Moor auffällt sind die doch recht großen Bäume. In der Rhön gab es nur krumme, etwas verknorkselt gewachsene Bäume, was an der sauren Bodenbeschaffenheit liegt.

    … Wasserbüffel gabs dort übrigens keine :-))

    • Das klingt nach einem wundervollen Reiseziel! Die bayerische Natur hat ja generell sehr viel zu bieten. Die Bäume in diesem Moor sterben teilweise auch ab, weil der Wasserstand in letzter Zeit immer sehr hoch war. Moore bieten doch immer ihre ganz eigenen Faszination. Im Böhmerwald habe ich auch eine Moorlandschaft besucht, die ganz anders aussah, als dieses Moor. Vielleicht schon eher wie dein bayerisches Moor, was ja aufgrund der Lage auch naheliegend wäre.

      Liebe Grüße,

      Julia

  4. Hallo,

    seit ich deinen Beitrag gelesen hab, wollte ich dort unbedingt mal hin. Gestern war es endlich so weit. Familie geschnappt und raus zum Moor (von Lichtenberg mit dem Rad dort hin; eine sehr empfehlenswerte Tour). Es war einfach toll. Der Steg ist wunderschön und die Landschaft sehr beeindruckend.
    Danke für den schönen Tipp!
    Susanne

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