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Einen Garten anlegen in Brandenburg

Einen Garten anlegen in Brandenburg 1
Funkelfaden Haus - Garten anlegen in Brandenburg

Die Osterferien sind zu Ende und aufgrund des außergewöhnlich warmen Wetters habe ich die Zeit genutzt, den Garten am Funkelfaden-Haus zu bearbeiten. Der Garten ist riesig und so würde ich sehr gerne einen Teil zum Nutzgarten machen. Schon im Februar haben wir angefangen, erste Bereich umzugraben, was sich jedoch als Mammut-Aufgabe herausgestellt hat.

Erdbeeren pflanzen in Brandenburg im eigenen Garten-2

Umgraben, Steine und Glas entfernen

Der komplette Boden scheint voller riesiger Steine zu sein. Teilweise Ziegel, aber größtenteils diese großen Steine, die ihr auf den Bildern seht. Sie sind unter der Erde, so dass man sie mühselig mit der Spitzhacke raushauen muss. Eine extreme kräftezehrende und langwierige Aufgabe. Wenn ihr euch die Mauer vom Nachbarn anschaut, sieht man eine schwarze Linie. Laut Nachbarn muss dort einmal ein Haus gestanden haben, an das sich aber auch die dort seit Ewigkeiten lebenden Menschen nicht erinnern können. Dieses Haus graben wir offenbar gerade aus. Und in diesem Haus befand sich wohl auch einiges an Glas, denn es finden sich auch eine Vielzahl an Scherben von sehr dickem Glas, teilweise auch Müll, aber eher uralten Müll, also die bis zur Unkendlichkeit verrosteten Henkel von einem Eimer, ein Stück Ofenkachel, aber kein Plastik oder neuartigen Müll – dummerweise auch noch keine Schätze. Bis das wirklich alles von Altlasten befreit ist, wird es wohl dauern, aber aus den großen Steinen kann man mit Sicherheit noch etwas hübsches machen.

Steine ausgraben aus dem Garten mit der Spitzhacke - Garten anlegen

Beete anlegen

Nachdem wir die Steine entfernt und die Erde nach Glas durchkämmt hatten, wurde der Boden, der sehr sandig ist und eher an einen Strand erinnert, mit dem Hühnermist des Nachbarn gedüngt. Danach haben wir ihn gewässert, zuerst noch mit altem Eimer und ohne Schlauch und dann die ersten Pflänzchen gesetzt. Einen Teil der vielen Steine habe ich erst einmal als provisorische Beetumrandung verwendet, damit sie nicht im Weg rumliegen.

Pflanzen, pflanzen, pflanzen

Und immer mehr Beete konnten in den letzten Wochen bepflanzt werden. Das Beet ganz links habe ich bereits im Februar mit irgendeiner weißen Rübe bepflanzt, das einzige, was zu dieser Zeit schon in die Erde durfte. Auch ein paar Knoblauchzehen wurden in die kalte Erde gesteckt. Direkt daneben sind ebenfalls im Februar schon Erdbeeren eingezogen. Aus den 10 Wurzeln, gekauft auf der grünen Woche, sind tatsächlich acht Pflänzchen gewachsen. Um ehrlich zu sein, hatte ich vermutet, dass sie vielleicht gar nicht ausschlagen. Außerdem sind auch Kohlrabi, Wassermelone, erste Tomatenpflanzen, Chilis, Mais, Gurke und Zucchini bereits als Setzlinge in der Erde. Es war so unglaublich warm und mein Balkon zum Vorziehen schon komplett überfüllt, so dass ich den Versuch einfach gewagt habe. Ich weiß, eigentlich erst ab Mitte Mai, aber einen Wintereinbruch scheint es nicht zu geben, viel eher ist die große Trockenheit ein Problem. In dieser Woche wurden zudem Möhren und Salate gesät.

Kartoffeln pflanzen in sandigem Boden

Der Boden erscheint mir für viele Pflanzen nicht ideal, aber ich probiere einfach mal aus, was gut funktioniert und was nicht. Noch vor zwei Wochen waren wir bei eisigen Temperaturen im Garten und haben versucht uns durch Gartenarbeit warm zu halten, was mehr schlecht als recht funktionierte. Die ersten Kartoffeln sind trotzdem an diesem Tag ins Beet gesteckt worden. Ich habe hier ganz normale Bio-Supermarktkartoffeln verwendet, die vorher im Schrank gekeimt waren. Das passiert mir leider ständig mit Kartoffeln, aber vielleicht sind sie deswegen zum Einpflanzen ganz gut. Außerdem sind noch bunte Kartoffeln, eine alte Sorte und eine Spezialität, hinzugekommen.

Kartoffeln aus dem Supermarkt pflanzen

Ich bin unglaublich gespannt, was im Brandenburger Garten wächst und was nicht. Ein großer Dank geht auch an die vielen Helfer, die egal bei welchem Wetter mitangepackt haben.

Wie sieht es bei euch im Garten oder auf dem Balkon aktuell aus?


5 Antworten zu “Einen Garten anlegen in Brandenburg”

  1. Hallo Julia,a

    Juhuuuu – endlich wieder „Brandenburg-News“. Da bin ich immer sehr gespannt darauf! 🙂

    Ein kleiner Tipp zu den Kartoffeln (ich kann das jetzt nicht auf den Fotos sehen, vielleicht habt ihr das ja gemacht und ich seh es bloß nicht): Die müsst ihr anhäufeln. Kartoffeln brauchen sehr viel Platz, dann gibts viele Knollen.

    Alles in allem habt ihr ja schon sehr viel gepflanzt. Wer gießt denn, wenn Du nicht vor Ort bist? Ich kenne das aus Erfahrung…im Sommer braucht man – hat man große Gärten – nirgendwo hin, wir sind hier abends über eine Stunde nur am Gießen. Ist das kein Problem bei euch, vor allem mit den Melonen und Gurken?

    Ich bin echt schon mal gespannt, was ihr beim Buddeln noch alles findet 🙂

    Liebe Grüße aus dem kalten Süden (habe vorhin wieder die Heizung angestellt)
    KleinerVampir

    • Hallo! Es gibt viele News, aber vor Ort habe ich ja noch kein Internet, deswegen folgt alles nun Stück für Stück 🙂

      Die Kartoffeln sind angehäufelt, ich bin super gespannt, ob aus ihnen etwas wird. Viel Platz wäre ja theoretisch, wenn man erst einmal die Steinwüste umgepflügt hat. Das wird aber sicher das ganze Jahr dauern. Hier ist es etwas kühler geworden, aber immer noch mild und zweistellig und die nächsten Tage kommt der Sommer zurück.

      Das mit dem Gießen ist tatsächlich ein größeres Problem, vor allem, weil es ja jetzt schon nicht regnet und Brandenburg total ausgetrocknet ist. Ich muss mal schauen, wie das so über den Sommer läuft und welche Pflanzen sich als geeignet dafür zeigen. Deshalb gibt es auch so viel verschiedenes, im nächsten Jahr bin ich dann schon schlauer.

      Auf meinem Balkon warten auch noch die Kürbisse und ein paar Auberginen, letztere wollen aber nicht so wirklich wachsen….

      Alles Liebe,

      Julia

      • Hallo Julia,

        schon lange folge ich immer mal wieder, off and on, deinem Blog. Du hast so viele schöne Dinge, nützliche Dinge und einfach auch wichtige Dinge und dass du jetzt auch noch eine größere grüne Fläche hast, mega cool 😊
        Ein paar Dinge zum Garten:
        – Süßkartoffeln machen sich bei euch ganz gut (sagt die Tante, die auch mit sandigem Boden und weniger Niederschlag gärtnert) Die bilden auch schick viel Laub aus, was man wohl essen kann, wie Spinat, habe es aber noch nicht probiert (bei mir haben sie aber viel Wasser gebraucht; aber war Südbalkon und eher heiß als warm). Die bedecken also mit ihrem Laub schön viel Boden, was a) dazu führt, dass weniger verdunstet (da die Erde bedeckt ist), b) Wind die Erde nicht abtragen kann (nennt sich auch Winderosion und c) das Unkraut fernhält (Lichtmangel) und durch den sandigen Boden wachsen sie nicht so krumm (Ausnahmen bestätigen die Regen 😀 )
        – mulchen ist wichtig, ihr haltet euch die Erde da, das Wasser und bringt noch zusätzlich Nährstoffe in den Boden ein. Als Mulch eignet sich alles Mögliche, von Rasenschnittgut, Holzhackseln oder Laub von Bäumen (mit Stöcken drauf, sodass nicht alles durch die Gegend fliegt) oder halt rankende Pflanzen, wie z.B. Kürbisse und eure Wassermelone
        – die ganzen italienischen Küchenkräuter mögen trockenen Boden, mit Ausnahme von z.b. Basilikum, kleine Diva.
        – habe gerade von euren Regentonnen gelesen, immer eine gute Idee, manchmal kann man da sogar noch kreativ werden (rainwater harvesting ist das Stichwort, youtube hat da viele spannende Dinge). Beachte dabei, es zählt nur die horizontale projizierte Fläche. Sprich eine 1m*1m große Platte kann, wenn sie im 45°Winkel irgendwo aufgestellt ist, nur auf 0,7m*1m Wasser sammeln (Pythagoras der alte Grieche lässt grüßen). Bei wenigem Regen zählt jeder Liter 😉 und 1mm pro m² sind 1L

        Weiterhin viel Erfolg und alles Gute, ich bin gespannt wie euer Abenteuer weitergeht!
        Liebe Grüße
        Strav

        • Hallo Strav,

          vielen Dank für deinen so ausführlichen Kommentar!

          Man kann die Blätter von Süßkartoffen essen???? Super spannend! Ich habe eine Süßkartoffel gepflanzt, Sie wächst so über den Boden mit Blättern wie eine Wicke, aber wenn die sich in Sand wohlfühlen, weiß ich, was nächstes Jahr vorne in den Sandkasten kommt 😀 Der vordere Bereich ist tatsächlich sandig wie ein Kinderspielplatz.
          Molchen sagt meine Nachbarin auch. Habe die Erdbeeren gemulcht und ein zweites Beet angefangen, aber weil es so unglaublich trocken ist, habe ich gar nichts zum Mäulchen. Rasen gibt es nicht. Der ist ziemlich Tod, aber vielleicht kommt da im Herbst ja noch mal etwas nach. Die Wassermelone mag den Garten gar nicht. Sie wächst einfach gar nicht. 20cm und dann ist Schluß. Der Kürbis hingegen fühlt sich sehr wohl.
          Das mit dem Regen klingt auch super spannend! Wir haben letztes Wochenende von den Nachbarn eine 310L Tonne geschenkt bekommen, direkt vor dem Regen nur schnell unter das Rohr gestellt und am nächsten morgen war sie übervoll. So ein großes Dach, da lohnt sich der Anbau mehrerer Tonnen sicherlich. Ich werde heute mal unter den Schlagwörtern Youtube durchforsten, klingt sehr spannend und Regenwasser sammeln und nutzen (wenn es denn mal regnen würde) hat mit Sicherheit absolute Priorität. Das mit dem Rechnen ist mir noch etwas früh am morgen 😉

          Vielen lieben Dank für die Tipps und ganz liebe Grüße,

          Julia

  2. Vielen Dank für die vielen Hinweisen, um seinen eigenen Nutzgarten zu machen. Ich habe auch einen sehr großen Garten zur Verfügung und wollte das neu gestalten lassen. Ein paar Beeten dürfen dann nicht fehlen. Es würde mich so sehr freuen, Tomaten und Erdbeeren in meinem eigenen Garten zu haben!

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