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Meine Nähmaschinen von 2009 bis heute

Meine Nähmaschinen von 2009 bis heute 1
Nähmaschinen Tests von Carina Professional, Juki, elna, Veritas und W6 im Vergleich

Werbung Immer wieder werde ich nach Nähmaschinen gefragt, die ich empfehlen kann. Inzwischen nähe ich knapp 10 Jahre und habe einige Maschinen kennengelernt. Allerdings hatte ich nie eine wirklich hochpreisige Nähmaschine. Wobei mich so ein Luxusmodell einer Nähmaschine natürlich schon reizt und ich auch gerne eine Coverlock hätte. Trotzdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass eine Nähmaschine, insbesondere wenn man anfängt zu nähen, nicht viele hundert Euro kosten muss. Es gibt durchaus einige preiswerte Modelle, die meiner Meinung nach uneingeschränkt zu empfehlen sind. Es gibt aber auch Maschinen, mit denen ich gar nicht zufrieden war, aber das ist möglicherweise auch von Person zu Person unterschiedlich.

Im Folgenden möchte ich euch chronologisch alle Nähmaschinen vorstellen, die ich bisher hatte bzw. mit denen ich länger gearbeitet habe. Sollte eine neue Nähmaschine hinzukommen, werde ich die Liste erweitern.


Computer-Nähmaschinen


Nähmaschinen Test Carina Professional

Meine erste Nähmaschine – Carina Professional / 2009-2014

Nachdem ich spontan entschieden hatte, mit dem Nähen zu beginnen und an der Nähmaschine meiner Mutter verzweifelte, kaufte ich mir eine Carina Professional.  Mit dieser Nähmaschine nähte ich dann einige Jahre sehr viel, von normalen Stoffen, über Stretchstoffe, bis hin zu dickem Sofaleder. Die Carina Professional hielt einiges aus und war kein einziges Mal kaputt und das, obwohl ich absoluter Nähanfänger war und nie wirklich in die Bedienungsanleitung geschaut habe. Mehrere Patchworkdecken wurden ebenfalls mit ihr genäht.  Nur der Nadeleinfädler brach irgendwann ab, aber der war auch nicht weiter wichtig. Nach knapp 5 Jahren konnte ich die Carina Professional sogar noch weitergeben, da sie noch relativ einwandfrei nähte. Für eine Hobbynäherin wie mich ist diese Computer-Nähmaschine meiner Meinung nach absolut ausreichend gewesen Sie bringt sehr viele Unterschiedliche Zierstiche mit sich, näht unterschiedlichste Materialien und ist auch nicht zickig bei der Garnauswahl. Als eine Besonderheit an der Carina Professionale ist der Start / Stop Knopf zu erwähnen, durch den man ohne Nutzung des Fußpedals nähen kann.


Nähmaschine elna experience 520 im Test
Eine Schweizerin – elna eXperience 520 /  2014-2017

Bei einem Wettbewerb der Handmade Kultur gewann ich 2014 mit diesem Twister-Kleid, das immer noch eines meiner Lieblingskleider ist, eine elna eXperience 520. Eine super schöne Computer-Nähmaschine, zwar mit deutlich weniger Zierstichen, aber um ehrlich zu sein habe ich diese bei der Carina Professional auch selten genutzt. Aktuell steht die elna eXperience 520 bei meiner Mutter, da sie mit einer Industrienähmaschine näht und sich die elna für Knopflöcher ausgeliehen hat. Ich bin immer noch am Überlegen, ob ich die elna, mit der ich auch sehr gerne genäht habe, gegen meine aktuelle Nähmaschine tausche, aber die hat einige andere Vorteile.Im Vergleich zur Veritas Marion, mit der ich aktuell nähe, erscheint mir die elna generell etwas hochwertiger vom Material, die mitgelieferten Füßchen sehen hochwertiger aus, auch das Plastik erscheint mir stabiler. Die elna eXperience 520 ist mit 9,5kg auch ziemlich schwer, was bei einer Nähmaschine aber immer ein gutes Zeichen ist. Funktionieren tuen allerdings beide ähnlich. Man kann die Nähgeschwindigkeit stufenlos variieren, die verschiedenen Stiche werden durch Eingabe der passenden Zahlenkombination eingestellt. Rein optisch ist sie mit dem Blauton und den Mustern die für mich schönste meiner bisherigen Nähmaschinen. Mir gefällt blau aber auch einfach besser, als rot.

Einen Testbericht zur Elna eXperience 520 habe ich hier für euch geschrieben .


Nähmaschine Marion von Veriats im Test

Meine aktuelle Nähmaschine – Veritas Marion – seit 2017

Die Veritas Marion habe ich im Rahmen einer Kooperation 2017 erhalten. Der elna eXperience 520 ging es eigentlich noch blendend, aber eine neue Nähmaschine kennenzulernen ist für mich immer spannend. Die Veritas Marion hat gefühlt unendlich viele verschiedene Stiche, kann auch zwei verschiedene Alphabete mit Buchstaben sticken und sehr schöne Ziernähte mit der Zwillingsnadel, für den sie einen extra Modus hat. Es handelt sich bei der Veritas Marion auch um eine Computer-Nähmaschine. Sehr gut gefällt mir auch der automatische Fadenabschneider, durch den nicht immer überall Fäden an der Näharbeit hängen. Ich habe auch den großen Untertisch, den ich bei vielen Näharbeiten gerne nutze. Das Display der Veritas Marion ist riesig, so dass man alles gut erkennen kann und es auch kein Problem ist Stiche und Muster einzustellen, zu spiegeln oder zu speichern. Leider ist bei meinem letzten Umzug die Klammer für die Stichkarte verschwunden, so dass ich die Karte mit den vielen Stichen jetzt immer neben die Nähmaschine legen muss. Das System bei der Carina Professional, bei der die Karten in der Maschine zum Hinausziehen integriert sind, finde ich da ein wenig praktischer.

Einen ausführlichen Test zur Veritas Marion habe ich hier verfasst.


Weitere Nähmaschinen


Zweieinhalb Jahre habe ich wöchentlich Nähworkshops mit jungen Geflüchteten veranstaltet und so auch einige weitere Nähmaschinen kennengelernt, vorwiegend alte, gespendete Nähmaschinen, die aber zum Teil gespendet wurden, weil sie nicht mehr gut funktionierten. Ein paar Nähmaschinen konnten wir aber mit Spendengeldern auch erwerben und diese möchte ich euch gerne vorstellen. Durch die vielen Nähworkshops kann ich übrigens inzwischen so ziemlich jede Nähmaschine im Schlaf einfädeln und nutzen.

Meine Nähmaschinen von 2009 bis heute 2

Die Unbekannte – Juki HZL 3S3ZR-A

Die Marke Juki kannte ich noch nicht, aber eine amerikanische Dame spendete uns die Juki HZL 3S3ZR-A. Die Juki ist eine Nähmaschine mit verschiedenen 22 verschiedenen Stichen und bietet auch Zierstiche. Die Maschine besitzt kein Digitaldisplay, die Stiche lassen sich aber einfach per Verstellrad einstellen und sind praktischerweise alle auf der Maschine aufgedruckt. Sie kann auch Knopflöcher nähen, hat einige Zusatzfüße und näht gleichmäßig. Im Vergleich zu der W6 N1800 näht sie auch widerspenstigere Materialien. Ohne viel unnötigen Schnick-Schack ist sie ideal für Anfänger, die etwas mehr als die W6 N1800 haben möchten


Nähworkshops für Flüchtlinge in Berlin

Die günstige Variante – W6 N1135

Die W6 N1135 für etwa 150 Euro ist meiner Meinung nach unter den ganz günstigen Nähmaschine das brauchbarste Modell. Ich hatte in den Workshops mehrere Maschinen dieses Modells und sie haben immer gute Dienste geleistet, auch bei schlechter Bedienung durch die Teilnehmer. Bei manchen Materialien stiegen die Nähmaschinen allerdings aus. So ließ sich unser Kunstleder damit einfach nicht nähen, aber als absolute Einsteigermaschine für den kleinen Geldbeutel finde ich die W6 N1800 sehr empfehlenswert. Wir hatten auch Maschinen vergleichbarer Preisklasse vor Ort, unter anderem diejenigen, die man im Discounter regelmäßig erwerben kann, z.B. von Singer, allerdings haben sie nach wenigen Wochen bereits den Geist aufgegeben, wohingegen wir mit den W6 Modellen jahrelang nähen konnten. Die W6 N1800 besitzt 15 verschiedene Stiche, die auf der Maschine aufgedruckt sind und die man, ebenso wie Stichlänge und Stichbreite sehr einfach mittels Stellrad einstellen kann.

Diese W6 Nähmaschine hat 10 Jahre Garantie und ich habe mit dem Kundenservice von W6 bisher nur positive Erfahrungen gemacht. Meine W6 454D Overlockmaschine wurde auch nach 5 Jahren noch anstandslos repariert.

Übrigens kommt es auch immer auf die Fähigkeiten des jeweiligen Nähers / der Näherin an. Jugendliche, die bereits jahrelang in der Industrie gearbeitet haben, konnten auch mit der W6 mit jeglichen Materialien einwandfreie Ergebnisse erzielen.


Overlockmaschinen


Meine Nähmaschinen von 2009 bis heute 3

Mein erster Versuch – SilverCrest  – 2012-2013

Meine erste Overlock-Nähmaschine war diese SilverCrest von Lidl. Ich weiß, dass es Leute gibt, die mit ihr zufrieden sind, ich war es nicht. Ich habe einmal mit ihr genäht, versucht einen Hoodie zu nähen und bin schier verzweifelt. Mit dem Einfädeln kam ich überhaupt nicht klar und tatsächlich habe ich es geschafft, ganz schnell etwas zu verbiegen, so dass die Maschine überhaupt nicht mehr nähte. Lobenswert zu erwähnen bleibt der Auffangkorb, in den abgeschnittene Fäden und Nähreste hineinfallen.


Meine Nähmaschinen von 2009 bis heute 4
Eine gute Wahl – W6 454D Overlock – seit 2013

Nachdem ich so unglücklich mit meiner ersten Overlock war, war die zweite hingegen ein Glücksgriff. Bereits 2013 hatte ich mich für die W6 454D Overlock Nähmaschine entschieden und sie begleitet mich bis heute, fast ohne Probleme. Einmal hat eine Freundin, ich habe auch häufig Nähgäste, die frei an meinen Maschinen nähen, über irgendetwas genäht, so dass der Greifer verbogen ist. Aber selbst das wurde, obwohl die Nähmaschine da bereits vier Jahre alt war, anstandslos von der Garantie (die 10 Jahre gültig ist) übernommen. Ich hätte die Reparatur übrigens auch bezahlt, aber die Overlock kam ohne Rechnung und repariert zu mir zurück. Auch ansonsten bin ich mit dieser Overlock-Maschine bisher immer zufrieden gewesen. Ich nähe viel mit ihr, das einfädeln ist relativ einfach und auch in den Nähworkshops habe ich mehrere W6 454D Overlocks immer zu meiner vollsten Zufriedenheit verwendet. Einziger kleiner Haken ist, dass sie keinen Auffangkorb hat.

Meinen Bericht von 01/14 zur W6 454D findet ihr hier.


Mein Fazit zu den verschiedenen Nähmaschinen ist in jedem Fall, dass die meisten Maschinen für Hobbynäher gut zu gebrauchen sind. Je nachdem, ob ich Wert auf viele Stiche, Zierstiche oder sogar Buchstaben lege und welche Materialien ich nähen möchte, lohnt sich aber auch eine etwas teurere Nähmaschine. Dennoch muss man kein Vermögen ausgeben, um mit dem Nähen zu beginnen.

Mit welcher Nähmaschine näht ihr zur Zeit? 

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14 Antworten zu “Meine Nähmaschinen von 2009 bis heute”

  1. Hallo Julia,

    sowohl meine Mutter als auch ich nähen am liebsten mit einer mechanischen Nähmaschine mit „Fußwippe“ und Schwungrad, also ganz ohne Strom und anderen Schnickschnack. Marke Singer, versenkbar mit Tisch. Wer sich damit auskennt, näht damit so professionell, wie an einer elektrischen Nähmaschine von heute (die wir auch haben, sogar zwei Stück).

    Die meisten Deiner Leser werden mit so einer alten Maschine wahrscheinlich gar nicht mehr nähen können 😉

    LG KleinerVampir

    • Hallo! Wenn man sich mit so einer Maschine auskennt, ist sie sicher toll! Die alten Maschinen hatten ja eine unglaublich gute Qualität, nichts aus Plastik, was brechen oder verschleissen kann. Mit so einer richtig alten Maschine ohne Strom habe ich noch nie genäht, aber ich stelle es mir tatsächlich toll vor. Meine Mutter findet meine Nähmaschinen übrigens auch eher schrecklich, weil sie die Industrienähmaschine gewohnt ist. Die ist deutlich schneller, was mir allerdings gar nicht gefällt. So hat jeder seine Vorlieben 🙂

      Alles Liebe,

      Julia

      • Ja, schon das Einfädeln der beiden Fäden ist hier eine Kunst für sich 🙂
        Was ich an den alten Maschinen schön finde, ist u.a., dass man die Nähgeschwindigkeit durch die Fußwippe selber bestimmt. Und das kann auch sehr flott sein 🙂

        Liebe Grüße
        KleinerVampir

  2. Hallo Julia,
    vor 18 Monaten fing ich an zu nähen – ich hatte eine Freundin zum holl. Stoffmarkt begleitet und sollte sie an sich davon abhalten, zuviel Stoff zu kaufen 😉 Sie hatte uns beide dann bei einem Kurs angemeldet.
    Erste Nähte versuchte ich auf der „Hochgeschwindigkeits“-Maschine meiner Schwiegermutter. Die Maschine konnte aber nur schnell nähen – ich nähe aber lieber genau und „schön“.
    Weil alle von der W6 N3300 schwärmten, habe ich mir diese gekauft. Und weil BlackFriday-Woche war, gönnte ich mir dann noch die W6 454D Overlock. Mit beiden Maschinen bin ich sehr zufrieden (bis auf den Einfädler der N3300, der schon bald den Dienst quittierte).
    Wenn ich aber sehr dicke Nähte habe, z.B. beim Upcycling von Jeanshosen, gehe ich zu meinem Mann, der als orthopäd. Schuhmacher verschiedene Maschinen hat. Meist näht er mir dann das auch, weil die Maschinen schon anders zu bedienen sind, teils noch mit Wippe etc. 😀
    Danke für Deine objektiven Bewertungen der Maschinen!
    Mein nächstes Projekt ist dein Faltenrock! Dafür habe ich mir Jeansstoff mit Bordürenstickerei gekauft. Der Frühling kann kommen ^-^
    LG
    Delphine

    • Liebe Delphine,

      ja solche Stoffmärkte sind gefährlich 😀 Schön, dass du das Nähen für dich entdecken konntest. Auf deinen Mann mit diesen großartigen Maschinen bin ich ein bisschen neidisch. Die können ja sicherlich dann auch richtig dickes Leder nähen. Das sollte man mit dem günstigen Computernähmaschinen nicht probieren, aber allzu oft näht man so etwas ja zum Glück auch nicht. Mit der W6 N33000 und der W6 454D hast du mit Sicherheit eine gute Entscheidung getroffen. Nähen macht einfach nur Spaß, wenn die Maschinen auch funktionieren 🙂

      Dir viel Erfolg mit deinen nächsten Projekten. Einen Faltenrock möchte ich auch unbedingt nähen!

      Alles Liebe,

      Julia

  3. Danke für deinen Bericht über die verschiedenen Maschinen ich nähe mit mit einer veritas aus den 80er Jahren. Gerne würde ich mal eine digital Maschine probieren, auch hat meiner Maschine recht wenig Zierstiche, jedoch arbeitet sie sehr zuverlässig. Mit meiner Overlock brother 1034D bin ich sehr zufrieden, habe den Fangkorb bisher nicht vermisst, liebe Grüße von Gitta farbenfroh

    • Hallo liebe Gitta,

      der Umstieg auf eine digitale Maschine ist nicht so schwer, so viel nehmen sich die Maschinen nicht. In Nähmaschinenläden und vielen kleineren Stoffläden kannst du solche Nähmaschinen auch oft ausprobieren bzw. geht das ja theoretisch auch beim Onlinekauf.Ich habe auch auf einer Veritas ähnlichen Alters genäht und war mit dieser Maschine sehr zufrieden. Der Motor ist meistens bei den alten Maschinen von meinem Gefühl her etwas stärker. Von der Brother 1034D habe ich auch viel positives gehört, habe sie selbst aber noch nicht ausprobieren können.

      Alles Liebe,
      Julia

  4. Ich habe vor einem Jahr vor der Wahl zwischen der Veritas und einer teuren Maschine gestanden und habe mich dann für eine Juki DX7 entschieden, etwas, das ich bisher nicht bereut habe. Ich hatte noch nie eine so wenig divenhafte Maschine. Ich hoffe, dass sie länger durchhält. Meine Brother NV100 hatte ich nach nicht mal 4 Jahren einfach durch. Der Transporteur ist inzwischen so lausig, dass selbst normale Webware damit kaum ordentlich transportiert wird. Ich zähle mich auch zu den Hobbynähern, aber 20 Stunden pro Woche muss eine Maschine für mich schon abhalten und 4-6 Lagen bei Taschen sollte sie ebenfalls klaglos schaffen. Was bei Brother aber definitiv um Längen besser ist, ist der automatische Nadeleinfädler. Da braucht man bei der Juki schon mal etwas länger und bei feinen Nadeln muss man doch wieder manuell ran (gerade da, wo es sinnvoll ist *seufz*). Ich glaube inzwischen, dass es einfach keine beste Maschine gibt, sondern nur eine beste für den jeweiligen Näher.

    • Guten Morgen Isi,

      ich musste mir die DX7 direkt mal anschauen. Das ist natürlich noch einmal eine andere Preisklasse, sieht sehr spannend aus. Ich war mit der günstigen Juki auch sehr zufrieden, da muss so eine teurere Variante sicher um einiges besser sein. Das würde ich bei dem Preis übrigens auch erwarten, dass man einen deutlichen Unterschied zwischen den günstigen Nähmaschinen und dieser feststellen kann. Der Floating-Modus klingt spannend. Hört sich nach einem ganz anderen Nähgefühl an. 4 Jahre für eine Nähmaschine ist wirklich schade. Meine haben selbst bei nicht ganz korrekter Anwendung bisher zum Glück gut gehalten, allerdings sind sie wahrscheinlich alle nicht mehr mit den Nähmaschinen zu vergleichen, bei denen nicht 90% der Teile aus Plastik sind. Einfach nicht für die Ewigkeit, sonder unsere Konsumgesellschaft gemacht.

      Alles Liebe,

      Julia

  5. Sie ist deutlich besser als jede mechanische, die ich hatte, aber vergleichbar mit der Uraltsinger (Kipppedal) der Freundin meiner Mutter was die Durchstichskraft betraf. Kein Vergleich allerdings beim Transport ;). Der ist bei vielen Lagen unglaublich. Man spürt regelrecht die Kraft der Maschine. Bei dehnbaren Stoffen merke ich nicht wirklich den Vorteil, außer dem sauberen Stichbild und der Schnelligkeit. Der Floatingmodus ist quasi ein verstellbarer Füßchendruck plus. Es ist einfach ein bisschen mehr Platz unterm Füßchen. Es ist toll, wenn man zwei Stoffe miteinander verbindet, die gegeneinander arbeiten. Primär ist das beim Quillten und dafür ist er auch gedacht.

    Ich sehe das mit den Maschinen etwas weniger eng. Computernähmaschinen sind nun mal von der Konstruktion her anders als mechanische und bekanntlich mag Elektronik nicht so gern Staub. Ich erwarte 10 Jahre und danach kann sie auch ohne schlechtes Gewissen in die Rubrik Ersatzmaschine aufrücken. Als Overlock habe ich eine Baby Lock und viel Metall ist echt klasse. Die ist jetzt fast 3 Jahre alt und wirklich sehr viel gelaufen und daran ist noch nichts. Bei der Durchsicht Ende letzten Jahres bekam sie eine kleine Erfrischungskur und wurde wieder neu eingestellt. Mit der kann ich mir wirklich vorstellen alt zu werden, auch falls die Zeit von Jersey irgendwann wieder zu Ende ist. Müsste ich mit einer normalen Nähmaschine versäubern, würde wieder ganz schnell zum reinen Taschennähen zurückkehren :D.

  6. Hallo, ich habe für mein erstes Enkelkind eine Krabbeldecke nach deiner Anleitung genäht und freue mich sehr über das Ergebnis. Vielen Dank für die guten Anregungen.
    Leider komme ich nun mit dem Steppen nicht zurecht. Habe eine 30 Jahre alte Veritas, die eigentlich alles mitmacht. Aber bei der Dicke der Decke (vorne und hinten Baumwolle, in der Mitte 300g/m2 Vlies) streikt sie, hinten ist alles total verfitzt. Hast du vielleicht einen Tipp für mich?
    Vielen Dank schon mal und liebe Grüße von Heike

  7. Ich habe seit 2 Jahren eine Pfaff ambition 155, davor kurzfristig eine Singer vom Discounter, mit der ich überhaupt nicht zufrieden war. meine erste Maschine, eine Riccar, hatte ich davor ca. 40 Jahre lang und ich hätte mir auch keine andere gekauft, wenn sie nicht irreparabel defekt geworden wäre. Ein nicht austauschbares Teil war zerschlissen. Mit der Pfaff bin ich ganz zufrieden, wenn ich auch nicht ganz so viele Stiche gebraucht hätte. Seit ca. 30 Jahren habe ich noch eine Hobbylock 786. Eine mechanische Pfaff Schrankmaschine habe ich auch noch von meiner Mutter geerbt. Mit der habe ich vor dem Kauf der Riccar genäht. Bei der Discountermaschine störte mich, dass sie manche Stoffe schlecht transportierte, wenig Kraft hatte bei dicken Stoffen (Jeans)und vor allem, dass der Rückwärtsknopf so ungünstig angebracht war, dass man beim Zurechtlegen des Nähgutes immer mal wieder dran kam, was zur Folge hatte, dass die Maschine einfach los nähte. Das halte ich für sehr gefährlich. Wie schnell hat man sich so in den Finger genäht. Ich erinnere mich da an eine Schulkameradin, die mit der Nähmaschinennadel im Finger von der Handarbeitsstunde ins Krankenhaus gebracht wurde, und damals gabe es noch keine Maschine, die auf Knopfdruck los nähte.

  8. Hi, ich bin gerade auf deinen Blog gestossen und habe einige Erfahrung mit den hochpreisigen Maschinen. Zusammen mit einer Freundin haben wir vor knapp 30 Jahren (Wow, wie die Zeit vergeht) für etwa zehn Jahre Kinderaccessoires genäht. Ich hätte damals gerne eine Bernina gehabt, allerdings war die mir dann wirklich zu teuer und die Freundin tendierte erst zu einer Pfaff. Wir haben uns dann aber beide für eine vollmassive Husqvarna 1070S entschieden, die uns al die Jahre treu begleitet hat und kiloweise Fleece-Stoff vernäht hat. Meine Nachbarin näht heute noch auf ihr! Ich bin auf eine Husqvarna Viking Opal 650 umgestiegen – ein cooles Teil (allerdings nicht mehr ganz so hochwertig wie die alte Maschine, dafür hat sie viel Schnickschnack, angefange von LED-Lichtern über Einfädler und Display). Wer den Preis nicht scheut, dem würde ich jederzeit Husqvarna empfehlen, v.a. da sie im Preis heutzutage moderat geworden sind. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt einfach. Wer aber den Ferrari unter den Maschinen will, sollte sich echt mal Berninas anschauen…

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